Diese Ausgabe
Zeitraum & Methodik
Berichtszeitraum: Entwicklungen seit Ausgabe 2 vom 19.10.2026 (ca. 24 Stunden, Recherchestand 20.10.2026, 08:00 Uhr MESZ). Für Länder ohne neue Daten steht der letzte Stand mit Datum.
Methodik: Asylstatistiken erfassen die Staatsangehörigkeit, nicht die Religion. Herkunftsländer mit muslimischer Mehrheit (z. B. Afghanistan, Syrien, Türkei, Irak, Somalia, Algerien, Bangladesch, Pakistan, Sudan, Ägypten) dienen nur als Näherung. Eritrea, Venezuela, Kolumbien, die Ukraine, Belarus u. a. sind keine mehrheitlich muslimischen Länder. Bevölkerungsanteile stammen jeweils aus der neuesten verfügbaren Erhebung, das Bezugsjahr steht bei jeder Zahl (z. B. DE 8,0–8,5 % 2025 laut BAMF, AT 8,3 % 2021, CH 6,0 % 2024, NL 6 % 2025, FR 9,1 % 2020 laut Pew bzw. 7 % der ab 15-Jährigen 2025 laut Ifop-Umfrage). Wo es keine neuere nationale Zahl gibt, gilt die Pew-Schätzung für 2020 (Pew, 09.06.2025). Eurostat zählt „Erstantragsteller“, nationale Ämter oft alle Anträge. Beide Werte sind nicht direkt vergleichbar, Zeiträume werden nicht vermischt. Werte, die nur aus Suchergebnissen, Medien ohne Amtsquelle oder X stammen, sind als „noch nicht gegengeprüft“ markiert.
AUSGABE 3 · DIENSTAG, 20.10.2026
Drei Kernpunkte des Tages
- 01Frontex: knapp ein Drittel weniger irreguläre Grenzübertritte: Von Januar bis September 2026 registrierte Frontex gut 91.000 Übertritte, im September rund 14.300. Das sind 28 % weniger als im September 2025, aber 11 % mehr als im August. Die zentrale Mittelmeerroute ging um 56 % auf rund 22.500 zurück. Nur die westliche Mittelmeerroute wuchs, um 26 % auf rund 18.300 (Frontex, 19.10.).
- 02Eurostat: EU-Erstanträge im Juli auf Tiefstand: Im Juli 2026 stellten 34.145 Menschen erstmals einen Asylantrag in der EU, 39 % weniger als im Juli 2025 (55.680). Die größten Gruppen kamen aus Afghanistan (3.100), dem Sudan (2.605), Bangladesch (2.255) und Syrien (1.420). Für Frankreich schließen die Eurostat-Daten eine Lücke: Von Januar bis August 2026 gab es dort 68.730 Erstanträge, 12 % weniger als im Vorjahreszeitraum (Eurostat, migr_asyappctzm, Stand 16.10.).
- 03Seewege nach Kreta und auf die Kanaren unter Druck: Auf Kreta kamen nach Angaben der Gewerkschaft der Küstenwache Ostkreta binnen 24 Stunden 517 Menschen an (Kathimerini, 20.10.). Migrationsminister Plevris beziffert die Ankünfte über die Route Libyen–Kreta auf 19.000 in rund 9,5 Monaten (ERT, 19.10.). Auf El Hierro kamen in 24 Stunden 454 Menschen an, drei starben (COPE, 19.10.). Frontex zählte auf der Atlantikroute im September viermal so viele Übertritte wie im August.
Abschnitt
EU-Ebene
- Frontex Jan.–Sep. 2026 (vorläufig, Lücke aus Ausgabe 2 geschlossen):
- Gesamt: gut 91.000 Übertritte (Eunews nennt 90.865), knapp ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum.
- Ostmittelmeer: rund 31.800 (−15 %), davon rund 4.800 im September. Wichtigster Abschnitt war der Korridor Libyen–Kreta. Häufigste Nationalitäten: Sudan, Bangladesch, Afghanistan.
- Zentrales Mittelmeer: rund 22.500 (−56 %). Rund drei Viertel der Boote legten in Libyen ab. Häufigste Nationalitäten: Bangladesch, Algerien, Somalia.
- Westliches Mittelmeer: rund 18.300 (+26 %). An der Landgrenze haben sich die Übertritte mehr als verdoppelt, über See stiegen sie um 8 %. Häufigste Nationalitäten: Algerien, Mali, Marokko.
- Westafrika/Kanaren: rund 7.100 (−45 %), im September aber rund 1.900, das Vierfache des Augustwerts. Häufigste Nationalitäten: Marokko, Senegal, Gambia.
- Ausreiseversuche über den Ärmelkanal: rund 30.900 (−43 %).
- Nicht enthalten sind die Übertritte nach Ceuta vom 30./31.07. Der Wert ist vorläufig (Frontex, 19.10.).
- Westbalkan −27 % und Ostgrenzen (Polen, Baltikum) −51 % laut Eunews, 19.10.. Diese beiden Werte stehen nicht im gelesenen Frontex-Text und sind noch nicht gegengeprüft.
- Der in Ausgabe 1 genannte Wert von 78.960 (Rat der EU, „bis September“) ist damit überholt. Er beruhte auf einem älteren Datenstand und ist mit dem Frontex-Wert nicht vergleichbar.
- Eurostat (Juli 2026, alle 27 Staaten gemeldet): 34.145 Erstantragsteller von außerhalb der EU, nach 37.075 im Juni. Die größten Gruppen: Afghanistan 3.100, Sudan 2.605, Bangladesch 2.255, Syrien 1.420, Venezuela 1.315, Türkei 1.290, Ägypten 1.195, Pakistan 1.140, Somalia 985. Die meisten Erstanträge gingen in Frankreich (9.000), Italien (5.140), Griechenland (3.715), Spanien (3.590) und Deutschland (3.075) ein. Die Werte für ES, NL, PL und PT sind vorläufig, für IT und SI gibt es einen Zeitreihenbruch (Eurostat, Stand 16.10.).
- Rückführungsverordnung in Kraft: Die Verordnung (EU) 2026/2280 erschien am 15.10. im Amtsblatt und gilt seit 16.10. Ab sofort anwendbar sind die Regeln für Abkommen mit Drittstaaten, die keine Herkunftsländer sind (Art. 14, rechtliche Grundlage für „Return Hubs“). Unbegleitete Minderjährige sind davon ausgenommen. Der größte Teil der Reform gilt erst ab 17.10.2027 (2eu.brussels, 19.10.; Rechtstext: EUR-Lex). Der EUR-Lex-Abruf scheiterte technisch, die Daten sind deshalb noch nicht am Amtsblatt gegengeprüft. Ein Hub oder ein Abkommen gibt es noch nicht.
- Notfallrahmen: Griechenland schlägt für Ausnahmelagen mehr Frontex-Präsenz und schnelle Rückführungen vor, außerdem soll die Prüfung von Asylanträgen ausgesetzt werden können. Laut Plevris fand der Vorschlag beim Gipfel „breite Zustimmung“ (ERT, 19.10.). Zum Stand der Gipfelbeschlüsse siehe Ausgabe 2.
- EUAA/UNHCR: Keine neuen EU+-Daten. Letzter Stand EUAA: 1. Halbjahr 2026 rund 332.000 Anträge (−17 %) (EUAA, Sep. 2026). Laut IOM starben 2026 bisher fast 2.000 Menschen im Mittelmeer (zitiert nach Frontex, 19.10.).
14 Länder
Länder
DE
Deutschland
- Keine neuen BAMF-Monatszahlen; die Oktoberzahlen erscheinen Anfang November. Letzter Stand: 55.366 Erstanträge im Zeitraum Jan.–Sep. 2026 (−36,9 %), davon 5.276 im September. Häufigste Herkunft im September: Afghanistan 1.087, Syrien 688, Türkei 618 (BAMF, 05.10.). Eurostat zählt für Juli 3.075 Erstantragsteller (Abgrenzung siehe Methodik).
- Türkische Antragsteller: Laut einer „Zeit“-Recherche kaufen sich manche Antragsteller echte Strafverfahren in der Türkei, die in der Justizdatenbank Uyap erfasst sind und als Beleg politischer Verfolgung dienen sollen. Ein Anbieter verlangte demnach 800 €. Laut Bericht gingen seit 2021 rund 140.000 Anträge türkischer Staatsangehöriger ein, die Schutzquote sank von 43 % (2020) auf etwa 12 %. Das BAMF betont, es prüfe jeden Einzelfall (WELT nach „Zeit“, 19.10.). Die Zahlen sind noch nicht an der BAMF-Statistik gegengeprüft.
- Einordnung X: AfD-Chefin Weidel nannte das Asylsystem nach dem Bericht eine „Farce“ und kündigte an, den einklagbaren Individualanspruch auf Asyl abschaffen zu wollen (Beitrag vom 19.10., über 140.000 Aufrufe) (X). Das ist eine politische Bewertung. Der Bericht selbst beschreibt einen Missbrauchsweg, nennt aber keine Fallzahl.
- Abschiebungen: Kein neuer Sammelflug belegt. Für den 24.10. sind in Leipzig Proteste gegen geplante Charterabschiebungen nach Afghanistan angekündigt (laut Suchergebnis, noch nicht gegengeprüft).
AT
Österreich
- Keine neuen Daten: Die BMI-Septemberstatistik war am 20.10. (08:00 Uhr) noch nicht veröffentlicht, die Statistikseite listet nur Monate bis August (BMI). Letzter Stand: 6.512 Anträge im Zeitraum Jan.–Aug. 2026 (2025: 11.898, −45 %). Herkunft: Syrien 1.725, Afghanistan 1.501, Somalia 404, Türkei 347, Russland 320 (BMI, Asylstatistik August 2026).
- Die Grenzraumkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei wurden ab 15.09. um sechs Monate verlängert (OTS/BMI, 20.09.).
CH
Schweiz
- Keine neuen Daten. Letzter Stand September 2026: 2.122 Asylgesuche (−18 %). Herkunft: Afghanistan 530, Eritrea 321, Algerien 247, Somalia 202, Türkei 112. Im Zeitraum Jan.–Sep. waren es 15.667 (−17 %) (SEM, 15.10.).
FR · Lücke teilweise geschlossen
Frankreich
- Eurostat, Jan.–Aug. 2026: 68.730 Erstantragsteller (Jan.–Aug. 2025: 78.255, −12 %), davon 8.655 im August. Häufigste Herkunft im August: Sudan 770, Afghanistan 760, Elfenbeinküste 650, DR Kongo 635, Ukraine 595, Guinea 475, Haiti 400, Somalia 310, Bangladesch 250 (Eurostat, Stand 16.10.).
- OFPRA und Innenministerium haben noch keine Zahlen für 2026 veröffentlicht. Letzter Stand OFPRA, Gesamtjahr 2025: 145.210 Anträge (−5,5 %). Häufigste Herkunft: Afghanistan 13.800, DR Kongo 13.240, Haiti 12.600, Ukraine 12.310, Türkei 6.830. Die Schutzquote lag bei 41,2 % (OFPRA, 27.01.2026).
- Unruhen vom 17./18.10.: Siehe Ausgabe 2. Redaktionelle Quellen stellen weiterhin keinen Zusammenhang mit Migration her. Griechenlands Migrationsminister Plevris führte die Ausschreitungen teils auf die extreme Linke zurück und sah darin auch Integrationsprobleme (ERT, 19.10.). Das ist eine politische Einschätzung, keine Befundlage.
BE
Belgien
- Keine neuen Daten. Letzter Stand September 2026: 2.071 Antragsteller, Jan.–Sep.: 18.542. Herkunft: Afghanistan 283, Palästina 266, Eritrea 188, Türkei 156 (CGRS, Okt. 2026).
NL · neu: Wochenwert
Niederlande
- Woche 42: rund 840 Asylzugänge, davon 500 Erstanträge, 250 nachgereiste Familienangehörige und 100 sonstige (Folgeanträge, Resettlement, Umverteilung). Die Werte sind vorläufig und auf Zehner gerundet (Rijksoverheid, 19.10.). Herkunft nennt die Wochenmeldung nicht. Monatsstand September: 3.041 (IND).
SE · Lücke weitgehend geschlossen
Schweden
- Registrierte Anträge seit Paktstart (12.06.–30.09.2026): 1.628, davon 880 Erst- und 713 Folgeanträge. Im September waren es 629 (338 Erstanträge). Herkunft: Syrien 225, Afghanistan 151, Iran 147, Irak 92, Usbekistan 60, Eritrea 58, Ukraine 52, Pakistan 44, Türkei 42, Libanon 41, Somalia 40 (Migrationsverket, Excel „Registrerade ansökningar“, Okt. 2026). Die Behörde betont, das seien weder Statistik noch vorläufige Statistik. Die Zahlen sind also mit Vorsicht zu lesen und nicht mit der früheren Asylstatistik vergleichbar.
- Eurostat, Juli 2026: 220 Erstantragsteller (Juli 2025: 400) (Eurostat).
- Iran und Libanon: Migrationsverket empfiehlt weiter, keine ablehnenden Asylentscheide zu treffen, längstens bis 12.02.2027 (Migrationsverket, 15.10.).
DK
Dänemark
- Keine neuen Daten. Letzter Stand: 1.177 Anträge im Zeitraum Jan.–Sep. 2026 (US, 30.09.). 618 Menschen kehrten Jan.–Aug. über das Repatriierungsprogramm zurück, davon 513 nach Syrien (UIM, 09.10.).
NO
Norwegen
- Keine neuen Daten. Letzter Stand: 1.881 individuelle Asylanträge im Zeitraum Jan.–Sep. 2026, davon 301 im September (UDI).
GB
Vereinigtes Königreich
- Ärmelkanal: Auch vom 12. bis 18.10. kamen keine Boote an (GOV.UK, aktualisiert 19.10.). Jahreswert bis 08.10.: 20.935 (siehe Ausgabe 1). Laut Frontex sanken die Ausreiseversuche Richtung UK im Zeitraum Jan.–Sep. um 43 % auf rund 30.900. Häufigste Nationalitäten: Eritrea, Sudan, Somalia (Frontex, 19.10.).
IT · aktualisiert
Italien
- Anlandungen 01.01.–19.10.2026: 25.517 (Vorjahreszeitraum: 56.309, −55 %), davon 3.329 im September (Sep. 2025: 8.315). Erklärte Nationalitäten: Bangladesch 5.980, Algerien 3.015, Somalia 2.806, Eritrea 2.238, Sudan 1.804, Pakistan 1.650, Ägypten 1.488, Tunesien 1.366. Unbegleitete Minderjährige: 5.056.
- Rückführungen 01.01.–15.10.: 5.980 Zwangsrückführungen (Vorjahreszeitraum: 4.712) und 1.010 unterstützte freiwillige Rückkehren (Viminale, Cruscotto 19.10.). Diese Werte ersetzen den Stand vom 15.10.
- Eurostat, August 2026: 5.115 Erstantragsteller. Häufigste Herkunft: Bangladesch 830, Peru 610, Pakistan 490, Ägypten 430 (Eurostat).
ES
Spanien
- Kanaren: Auf El Hierro kamen binnen 24 Stunden drei Cayucos mit 454 Menschen an, drei Menschen starben. Zwei der Boote waren in Gambia bzw. Senegal gestartet, beim dritten meldete die Seenotrettung Menschen „subsaharischer Herkunft“ (COPE/Salvamento Marítimo, 19.10.). Neue Gesamtzahlen des Innenministeriums gibt es nicht. Letzter Stand: 27.230 Ankünfte vom 01.01. bis 15.10. (siehe Ausgabe 2).
- Ceuta: Laut Innenminister Grande-Marlaska wurden fast 1.200 Schutzanträge von Menschen, die Ende Juli kamen, zum Verfahren zugelassen, rund 700 sind entschieden. Viele kehrten freiwillig nach Marokko zurück (EFE via Infobae, 16.10.). Die auf X stark verbreitete Angabe, rund 70 % der Marokkaner beriefen sich auf ihre sexuelle Orientierung, stützt sich auf Polizeiquellen (ABC, 16.10.). Sie ist nicht amtlich belegt und noch nicht gegengeprüft. Der Minister bestätigte nur, dass sich „viele“ darauf berufen, und verlangte dafür „ernsthafte Belege“.
- Schengen: Laut Regierungskreisen (Moncloa) haben Sánchez und Meloni am 15.10. vereinbart, die gegenseitigen Grenzkontrollen zu beenden. Sie laufen um den 22./23.10. aus, die Angaben dazu unterscheiden sich (Cadena SER, 16.10.). Das ist inzwischen durch Regierungskreise gestützt, eine amtliche Mitteilung steht aber noch aus.
- Eurostat, Juli 2026: 3.590 Erstantragsteller (vorläufig). Häufigste Herkunft: Venezuela 1.070, Mali 790, Kolumbien 310, Marokko 265 (Eurostat).
GR · aktualisiert
Griechenland
- Kreta: Die Küstenwache rettete am 20.10. rund 70 Menschen 52 Seemeilen südlich von Kaloi Limenes. Nach Angaben des Gewerkschaftschefs der Küstenwache Ostkreta, Sfakianakis, kamen binnen 24 Stunden 517 Menschen an (Kathimerini, 20.10.). Das ist keine amtliche Statistik. Seine Warnung, über eine Million Menschen warteten in Libyen auf die Überfahrt, ist unbelegt.
- Plevris (ERT, 19.10.): In den ersten zehn Monaten kamen rund 7.000 Menschen über die Ägäis und 19.000 über die Route Libyen–Kreta (in 9,5 Monaten). Das Aufnahmelager in Agia ist fertig, das in Heraklion (Athanatoi) im Bau (ERT, 19.10.). Gesetzliche Grundlage ist eine Änderung, die das Parlament am 15.10. beschließen sollte: Sie sieht die Anmietung eines Geländes für ein Jahr ab 06.10. vor (EfSyn, 14.10.).
- Eurostat, August 2026: 4.635 Erstantragsteller (Aug. 2025: 6.790). Häufigste Herkunft: Sudan 870, Bangladesch 825, Afghanistan 800, Eritrea 320, Syrien 215, Irak 215 (Eurostat).
PL · Lücke geschlossen
Polen
- UdSC, Jan.–Aug. 2026: 3.246 Anträge auf internationalen Schutz für 3.983 Personen. Herkunft (Personen): Ukraine 1.474, Belarus 1.167, Russland 347, Tadschikistan 76, Afghanistan 49. Im August waren es 314 Anträge für 366 Personen (UdSC, Informacja o działalności 2026.08, veröff. 07.10.). Mehrheitlich muslimische Herkunftsländer spielen nur eine kleine Rolle.
- Grenze: Bis 09.09. zählte der Grenzschutz-Bezirk Podlasie 2026 über 430 Versuche, die Grenze zu überwinden. Im Vorjahreszeitraum waren es über 23.500 (Straż Graniczna, 10.09.). Die Angabe „30 Tage ohne Versuche seit 15.09.“ aus Ausgabe 2 bleibt noch nicht gegengeprüft.
Abschnitt
Status der Prüfungen aus Ausgabe 2
- Geschlossen: Frontex Jan.–Sep. (Originalmeldung), PL-Gesamtzahl (UdSC-Excel), SE „registrierte Anträge“ (Migrationsverket-Excel). FR ist teilweise geschlossen (Eurostat bis August, OFPRA 2025 an der Originalquelle geprüft), ebenso Eurostat Juli 2026 (direkt aus der Eurostat-Datenbank).
- Weiter offen: AT-Septemberstatistik (BMI, noch nicht veröffentlicht). Spanien–Italien-Grenzkontrollen: durch Regierungskreise gestützt, amtliche Bestätigung fehlt. PL „30 Tage ohne Versuche“: nicht bestätigt. Die X-Behauptung, Plevris habe Schüsse auf Migranten gefordert, ist weiter unbelegt, eine Quelle dafür fand sich nicht.
- Bevölkerungsreferenz: Frankreich um die Ifop-Umfrage 2025 ergänzt (7 % der ab 15-Jährigen auf dem Festland, Ifop für Écran de Veille, 18.11.2025). Hauptwert bleibt die Pew-Schätzung für die Gesamtbevölkerung (9,1 %, 2020), weil Ifop Kinder und Überseegebiete nicht erfasst und keine amtliche Erhebung ist.
Abschnitt
Offene Punkte für die nächste Ausgabe
- Österreich: BMI-Septemberstatistik. Frankreich: OFPRA- bzw. DGEF-Zahlen 2026. Spanien: nächster Zweiwochenbericht des Innenministeriums (Stand 31.10.). Deutschland: BAMF-Oktoberzahlen (Anfang November).
- Rückführungsverordnung 2026/2280: Daten am Amtsblatt (EUR-Lex) gegenprüfen. Prüfen, ob die Grenzkontrollen zwischen Spanien und Italien am 22./23.10. tatsächlich enden.
- Eurostat August 2026, sobald alle Staaten gemeldet haben (bisher fehlen u. a. DE, ES, SE, PL).
Weiterlesen
- Entwicklung je Land – alle Einträge je Land aus allen Ausgaben
- Karte der Migrationsrouten und Diagramme – neueste amtliche Zahlen je Route
- Geburtenrate und Herkunft je Land – amtliche Demografie-Zahlen mit Bezugsjahr
- Quellenverzeichnis – alle verlinkten Quellen nach Herausgeber
- Archiv aller Ausgaben
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