TÄGLICHES TRACKING · AUSGABE 6 · 23.10.2026

Islamische Migration nach Europa

Tracking: Islamische Migration nach Europa – Ausgabe 6 (Freitag, 23.10.2026)

Diese Ausgabe

Zeitraum & Methodik

Berichtszeitraum: Entwicklungen seit Ausgabe 5 vom 22.10.2026 (ca. 24 Stunden, Recherchestand 23.10.2026, 08:30 Uhr MESZ). Für Länder ohne neue Daten steht der letzte Stand mit Datum.

Methodik: Asylstatistiken erfassen die Staatsangehörigkeit, nicht die Religion. Herkunftsländer mit muslimischer Mehrheit (z. B. Afghanistan, Syrien, Türkei, Irak, Somalia, Algerien, Bangladesch, Pakistan, Sudan, Ägypten) dienen nur als Näherung. Eritrea, Venezuela, Kolumbien, Peru, die Ukraine, Belarus u. a. sind keine mehrheitlich muslimischen Länder. Bevölkerungsanteile stammen jeweils aus der neuesten verfügbaren Erhebung, das Bezugsjahr steht bei jeder Zahl (z. B. DE 8,0–8,5 % 2025 laut BAMF, AT 8,3 % 2021, CH 6,0 % 2024, NL 6 % 2025, FR 9,1 % 2020 laut Pew bzw. 7 % der ab 15-Jährigen 2025 laut Ifop-Umfrage). Wo es keine neuere nationale Zahl gibt, gilt die Pew-Schätzung für 2020 (Pew, 09.06.2025). Eurostat zählt „Erstantragsteller“, nationale Ämter oft alle Anträge (inkl. Folgeanträge und in Europa geborener Kinder). Beide Werte sind nicht direkt vergleichbar, Zeiträume werden nicht vermischt. Ankunftszahlen (Frontex, UNHCR, Küstenwachen) zählen Grenzübertritte bzw. Anlandungen, nicht Personen oder Asylanträge. Werte, die nur aus Suchergebnissen, Medien ohne Amtsquelle oder X stammen, sind als „noch nicht gegengeprüft“ markiert.

AUSGABE 6 · FREITAG, 23.10.2026

Drei Kernpunkte des Tages

  1. 01
    Italien und Spanien beenden die gegenseitigen Grenzkontrollen: Die Innenminister Piantedosi und Grande-Marlaska vereinbarten am 22.10. telefonisch, die seit August geltenden Kontrollen an Flughäfen und Häfen nicht weiter zu verlängern. Laut Mitteilung des italienischen Innenministeriums soll stattdessen der Informationsaustausch verstärkt werden (ANSA nach Viminale-Mitteilung, 22.10.; EFE, 22.10.). Damit lief die spanische Anordnung am 22.10. um 24:00 Uhr aus, die italienische endet mit dem 23.10. (EU-Kommission, Liste der Binnengrenzkontrollen). Offener Punkt aus Ausgabe 4 und 5 damit geschlossen.
  2. 02
    Österreich: BMI-Septemberzahlen veröffentlicht: Im September 2026 gab es 885 Asylanträge (Sep. 2025: 1.449, −39 %), davon 308 Erstanträge (Sep. 2025: 739, −58 %). Im Zeitraum Jan.–Sep. 2026 waren es 7.397 Anträge (2025: 13.347, −45 %). Die meisten Anträge im September stellten Syrer (216), laut BMI überwiegend für in Österreich geborene Kinder. Bis Ende September mussten 11.975 Menschen Österreich verlassen, etwa die Hälfte zwangsweise (BMI via OTS, 23.10.).
  3. 03
    Eurostat: Septemberwerte für Frankreich, Italien, Niederlande und Schweiz: Frankreich meldet für September 10.265 Erstantragsteller, etwa so viele wie im September 2025 (10.180). Häufigste Herkunft: Afghanistan 955, Sudan 870, DR Kongo 660. Jan.–Sep. 2026 ergibt das 79.040 (2025: 88.515, −11 %, eigene Summe). Italien zählt im September 5.195 Erstantragsteller (Sep. 2025: 11.385, −54 %), vor allem aus Bangladesch (780) und Pakistan (580) (Eurostat, migr_asyappctzm, Stand 22.10.).

Abschnitt

EU-Ebene

  • Grenzkontrollen ES–IT: beendet, siehe Kernpunkt 1. Laut Kommissionsliste bestehen weiter Binnengrenzkontrollen u. a. in DE (bis 15.03.2027), AT (bis 15.03.2027), PL (bis 30.03.2027), FR (ab 01.11. bis 30.04.2027), DK, NO und SE (ab 12.11. bis 11.05.2027). SE nennt dabei ausdrücklich auch die Ereignisse in Ceuta (EU-Kommission, abgerufen 23.10.).
  • Notfallrahmen: Ein Ergebnis der für den 22.10. angekündigten Beratung der Mitgliedstaaten ist nicht veröffentlicht. Laut Rapporteur ging es um drei Optionen: Der Rahmen soll entweder jede „Instrumentalisierung“ abdecken, nur eine Instrumentalisierung mit drohendem Massenzustrom oder jeden Massenzustrom, auch ohne Nachweis staatlicher Steuerung (Rapporteur, abgerufen 23.10.). Die Kommission will ihren Vorschlag bis Jahresende vorlegen (EPRS, Ergebnis des Europäischen Rates 15./16.10.788161.html)). Die Angaben zum Ratsvermerk bleiben noch nicht gegengeprüft.
  • Grundrechteagentur (FRA): In einem am 22.10. vorgestellten Bericht warnt die EU-Agentur, dass Notfallmaßnahmen mit EU- und Völkerrecht vereinbar sein müssen, darunter das Recht, Asyl zu beantragen, und das Verbot der Zurückweisung in Verfolgerstaaten. Laut Bericht leiteten zwölf EU-Staaten zwischen 2020 und 2025 322 Vorermittlungen zu Rechtsverletzungen an den Grenzen ein, neun führten zu einer Verurteilung (POLITICO Europe, 22.10.). Die Zahlen sind nicht am FRA-Bericht selbst gegengeprüft.
  • Return Hubs/Ruanda: Keine amtliche Bestätigung. Neu ist nur der mögliche Termin: Die Wiener Migrationskonferenz, an deren Rand unterzeichnet werden könnte, findet am 16./17.11. statt (Agence Europe, 21.10.). Ein Diplomat eines der fünf Staaten sagte AFP, man kommentiere „weder Zeitplan noch Land“, Ruanda äußerte sich nicht (Arab News/AFP, 20.10.). Status: weiter noch nicht gegengeprüft.
  • Eurostat (Update 22.10., 23:00 Uhr): Neue Septemberwerte (Erstantragsteller): FR 10.265, IT 5.195, NL 1.980, CH 1.900. Revidiert: FR August jetzt 8.665 (zuvor 8.655). Für August fehlen weiter u. a. DE, ES, SE und PL, einen EU-Wert für August gibt es deshalb noch nicht. Letzter EU-Wert: Juli 2026 mit 34.175 (Eurostat, Stand 22.10.).
  • Frontex: Keine neuen Zahlen. Die Frontex-Mitteilung vom 19.10. enthält weiter keine Werte für Westbalkan und Ostgrenzen. Die Medienwerte (Westbalkan 6.687, −27 %) bleiben noch nicht gegengeprüft (Frontex, 19.10.; Eunews, 19.10.).
  • EUAA: Keine neuen Daten. Letzter Stand: 1. Halbjahr 2026 EU+ rund 332.000 Anträge (−17 %) (EUAA, Mid-Year Review 2026). Das österreichische BMI nennt für Jan.–Sep. 2026 452.969 Anträge in der EU+ (−24 %), ohne Quelle anzugeben (BMI via OTS, 23.10.). Der Wert ist noch nicht an der EUAA gegengeprüft.

14 Länder

Länder

DE

Deutschland

  • Keine neuen BAMF-Monatszahlen, die Oktoberzahlen erscheinen Anfang November. Letzter Stand: 55.366 Neuzugänge im Asylsystem Jan.–Sep. 2026, davon 5.276 im September. Häufigste Herkunft im September: Afghanistan 1.087, Syrien 688, Türkei 618, Irak 264, Somalia 250 (BAMF, 05.10.).
  • Abschiebungen nach Afghanistan: Laut El País fliegen monatlich Charterflüge von Leipzig nach Kabul. Seit Amtsantritt der Bundesregierung seien knapp 300 Afghanen abgeschoben worden. Der letzte Flug war am 15.09., ein für den 13.10. geplanter Flug wurde laut der NGO Deportation Watch abgesagt (El País, 22.10.). Diese Angaben sind noch nicht gegengeprüft, eine amtliche Gesamtzahl für 2026 liegt nicht vor.
  • Grenzverfahren am Flughafen BER: Laut rbb ist das im Juni nach der GEAS-Reform eingeführte Grenzverfahren unsicher, nachdem ein Gericht das Verfahren für eine Familie gestoppt hat (rbb, 22.10.).
  • Für Samstag, 24.10., sind Proteste gegen Abschiebungen an sieben Flughäfen angekündigt (siehe Ausgabe 4).
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AT · aktualisiert, Lücke geschlossen

Österreich

  • BMI, September 2026 (amtlich, Pressemitteilung): 885 Asylanträge (Erst- und Folgeanträge), davon 308 Erstanträge. Jan.–Sep. 2026: 7.397 Anträge (−45 %). Im September stellten Syrer die meisten Anträge (216), überwiegend für in Österreich geborene Kinder. Bis Ende September verließen 11.975 Menschen das Land, etwa die Hälfte zwangsweise, dazu 582 Dublin-Überstellungen (u. a. 79 Afghanen, 58 Marokkaner). 21.421 Verfahren endeten negativ oder wurden eingestellt, in 8.517 Fällen gab es Asyl oder subsidiären Schutz. Familiennachzug Jan.–Sep.: 60 Einreisen (2025: 1.030). In der Grundversorgung sind 40.514 Menschen, davon rund 5.200 Asylwerber (BMI via OTS, 23.10.). Das Statistik-PDF für September stand um 08:00 Uhr noch nicht auf der BMI-Seite (BMI).
  • Herkunft Jan.–Sep. laut ORF (nach Agenturen): Syrien 1.941, Afghanistan 1.682. Bei Menschen, die neu ins Land kamen (rund 2.800 „originäre“ Anträge): Afghanistan 581, Syrien 256, Türkei 238 (ORF, 23.10.). Noch nicht an der BMI-Statistik gegengeprüft.
  • Vergleich Eurostat (andere Abgrenzung): September 745 Erstantragsteller (Syrien 205, Afghanistan 145, Iran 65, Türkei 55, Somalia 50) (Eurostat, Stand 22.10.). Der BMI-Wert von 308 Erstanträgen ist nicht direkt vergleichbar.
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CH · Eurostat ergänzt

Schweiz

  • Keine neuen SEM-Daten. Letzter Stand September 2026: 2.122 Asylgesuche (−18 %). Herkunft: Afghanistan 530, Eritrea 321, Algerien 247, Somalia 202, Türkei 112. Im Zeitraum Jan.–Sep. waren es 15.667 (−17 %) (SEM, 15.10.).
  • Eurostat zählt für September 1.900 Erstantragsteller (Sep. 2025: 2.365): Afghanistan 400, Eritrea 310, Algerien 240, Somalia 200, Türkei 90 (Eurostat, Stand 22.10.).
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FR · aktualisiert

Frankreich

  • Eurostat, September 2026: 10.265 Erstantragsteller (Sep. 2025: 10.180, +1 %). Häufigste Herkunft: Afghanistan 955, Sudan 870, DR Kongo 660, Elfenbeinküste 640, Ukraine 630, Guinea 505, Haiti 485, Sri Lanka 390. Summe Jan.–Sep. 2026: 79.040 (Jan.–Sep. 2025: 88.515, −11 %, eigene Summe der Monatswerte). August revidiert auf 8.665 (Eurostat, Stand 22.10.).
  • OFPRA und Innenministerium (DGEF) haben weiter keine eigenen 2026-Zahlen veröffentlicht. Neueste OFPRA-Bilanz: 2025 mit 145.210 Anträgen (OFPRA). Der Medienwert von rund 31.500 OFPRA-Anträgen im 1. Quartal bleibt noch nicht gegengeprüft.
  • Debatte X: Laut einer X-Zusammenfassung wies Präsident Macron am 21.10. in Doha Darstellungen zurück, die Unruhen vom 17.10. seien von Migranten oder Islamisten getragen gewesen, und sprach von KI-generierten Videos und ausländischer Einflussnahme (X-Trend, 23.10.). Das ist eine Darstellung nur auf X, Zitat und Zahlen (Festnahmen, Umfrage) sind noch nicht gegengeprüft.
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BE

Belgien

  • Keine neuen Daten. Letzter Stand September 2026: 2.071 Antragsteller, Jan.–Sep.: 18.542. Herkunft: Afghanistan 283, Palästina 266, Eritrea 188, Türkei 156 (CGRS, Okt. 2026). Eurostat: September 1.650 Erstantragsteller.
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NL · aktualisiert

Niederlande

  • Eurostat, September 2026: 1.980 Erstantragsteller (Sep. 2025: 2.710, −27 %). Häufigste Herkunft: Eritrea 205, Algerien 185, Syrien 155, Somalia 145, Sudan 140, Türkei 95. Summe Jan.–Sep.: 17.570 (2025: 16.580, +6 %, eigene Summe) (Eurostat, Stand 22.10.).
  • Ter Apel: Die Gemeinde Westerwolde hat die Königliche Marechaussee angefordert, sie soll die Polizei in den kommenden Monaten unterstützen. Das Anmeldezentrum ist seit Monaten mit mehreren hundert Menschen über der Kapazität von 2.000 belegt, einige schlafen draußen. Der Bürgermeister nennt viele Ladendiebstähle und Vorfälle auf dem Gelände, darunter Messerangriffe (NL Times nach RTV Noord, 22.10.; NOS, 22.10.).
  • Wochenzahlen: Woche 43 folgt am 26.10. Letzter Stand: Woche 42 rund 840 Asylzugänge, davon 500 Erstanträge (Rijksoverheid, 19.10.).
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SE

Schweden

  • Keine neuen Antragszahlen (Statistikpause seit Paktstart). Letzter Stand: 1.628 registrierte Anträge vom 12.06. bis 30.09.2026, keine amtliche Statistik (Migrationsverket). Die Prüfung von Schutzgründen für Menschen aus Iran und dem Libanon bleibt bis spätestens 12.02.2027 ausgesetzt (Migrationsverket, 15.10.).
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DK

Dänemark

  • Keine neuen Daten. Letzter Stand: 1.177 Anträge im Zeitraum Jan.–Sep. 2026 (US, 30.09.). 618 Rückkehrer Jan.–Aug. über das Repatriierungsprogramm, davon 513 nach Syrien (UIM, 09.10.).
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NO

Norwegen

  • Keine neuen UDI-Daten. Letzter Stand: 1.881 individuelle Asylanträge im Zeitraum Jan.–Sep. 2026, davon 301 im September (UDI). Eurostat: September 285 Erstantragsteller.
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GB · aktualisiert

Vereinigtes Königreich

  • Ärmelkanal: Auch vom 15. bis 21.10. kamen keine Boote an (GOV.UK, aktualisiert 22.10.). Damit gibt es seit dem 14.10. keine registrierten Ankünfte. Jahreswert bis 08.10.: 20.935 (siehe Ausgabe 1).
  • Leverington (Cambridgeshire): Ein Brand in einem leerstehenden ehemaligen Seniorenwohnheim, das als Unterkunft für Asylsuchende vorgesehen war (26 Plätze für Mütter mit Babys), wird laut Polizei als Brandstiftung untersucht. Verletzt wurde niemand (BBC, 22.10.).
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IT · aktualisiert

Italien

  • Anlandungen 01.01.–22.10.2026: 25.730 (Vorjahreszeitraum: 57.428, −55 %), +70 zum Vortag. Erklärte Nationalitäten: Bangladesch 5.982, Algerien 3.283, Somalia 2.851, Eritrea 2.347, Sudan 1.901, Pakistan 1.650, Ägypten 1.499, Tunesien 1.388 (Viminale, Cruscotto 22.10.).
  • Rückführungen 01.01.–20.10.2026: 6.101 Zwangsrückführungen und 1.013 unterstützte freiwillige Rückkehren, zusammen 7.114 (Vorjahreszeitraum: 5.296, +34 %) (gleiche Quelle).
  • Eurostat, September 2026: 5.195 Erstantragsteller (Sep. 2025: 11.385, −54 %). Häufigste Herkunft: Bangladesch 780, Pakistan 580, Peru 530, China 410, Ägypten 405, Afghanistan 380, Tunesien 255. Jan.–Sep.: 77.870 (2025: 93.270, −17 %, eigene Summe) (Eurostat, Stand 22.10.).
  • Grenzkontrollen gegenüber Spanien: enden mit dem 23.10. (siehe Kernpunkt 1). Laut EFE hatte Italien bis Ende August mehr als 180.000 Reisende aus Spanien kontrolliert und 31 die Einreise verweigert (EFE, 22.10.).
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ES · aktualisiert

Spanien

  • Grenzkontrollen zu Italien: Die Anordnung ist am 22.10. um 24:00 Uhr ausgelaufen, eine Verlängerung gibt es laut Innenministerium nicht (siehe Kernpunkt 1).
  • El Hierro (Kanaren): Am 22.10. kamen vier Cayucos an. In den ersten drei waren 285 Menschen (235 Männer, 25 Frauen, 25 Minderjährige), abgefahren in Senegal, Gambia und Mauretanien. Das vierte Boot hatte zunächst geschätzt 130 bis 150 Menschen an Bord, insgesamt also über 400. Genannte Herkunftsländer: Senegal, Gambia, Mali, Guinea, Elfenbeinküste, Nigeria (elDiario.es/EFE, 22.10.; El Hierro Hoy nach Salvamento Marítimo, 22.10.). Die Endzahl des vierten Bootes steht noch aus. Letzter amtlicher Gesamtstand: 27.230 Ankünfte in Spanien vom 01.01. bis 15.10., davon 8.970 auf den Kanaren (Interior, Bericht bis 15.10.).
  • Ceuta: Laut El País erhielten gut 100 der Ende Juli Angekommenen internationalen Schutz, vor allem Menschen aus dem Sudan/Südsudan (über 60), Marokko (rund 50, darunter über 30 LGBTIQ+-Personen), Mali, Palästina und Jemen. Insgesamt wurden seit 31.07. 180 Schutzbescheide erteilt. Laut internen Quellen gab es über 900 Ablehnungen bei bis zu 1.500 Anträgen, das Ministerium nannte zuletzt 1.200 Anträge (El País, 22.10.). Die Zahlen beruhen auf nicht genannten Quellen und sind noch nicht gegengeprüft.
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GR · aktualisiert

Griechenland

  • Kreta: Am 22.10. rettete die Küstenwache nach eigenen Angaben 84 Menschen aus zwei Booten südlich von Kaloi Limenes (rund 50) und Agia Galini (rund 34), beide von einer Frontex-Drohne entdeckt (Ta Nea nach Küstenwache, 22.10.). Für den 19. bis 21.10. meldet ein Medienbericht 1.194 Ankünfte und Rettungen auf Kreta und Gavdos. In Ierapetra übernachteten Menschen mangels Platz auf dem Hauptplatz (Voice News nach Kathimerini, 22.10.). Die Dreitagessumme ist noch nicht gegengeprüft.
  • Libyen: Das ostlibysche Parlament hat am 20.10. das türkisch-libysche Seegrenzen-Memorandum ratifiziert. Griechenland und die EU halten es für nichtig (Griechisches Außenministerium, 20.10.; Rat der EU, 21.10.). Laut Medien rechnet Athen mit mehr Abfahrten von Ostlibyen nach Kreta. Ein Zusammenhang mit der Migration ist amtlich nicht belegt.
  • UNHCR: keine Aktualisierung. Häufigste Herkunft der Seeankünfte Jan.–Aug.: Sudan 5.807, Bangladesch 5.132, Afghanistan 1.611, Ägypten 1.421 (UNHCR Operational Data Portal). Eurostat, August: 4.635 Erstantragsteller.
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PL

Polen

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Abschnitt

Status der Prüfungen aus Ausgabe 5

  • ES–IT-Grenzkontrollen: geschlossen. Beide Regierungen haben die Kontrollen nicht verlängert (ES Ende 22.10., IT Ende 23.10.).
  • AT-Septemberstatistik (BMI): geschlossen über die BMI-Pressemitteilung vom 23.10. Das PDF fehlte um 08:00 Uhr noch.
  • FR 2026: teilweise geschlossen über Eurostat (Jan.–Sep. 79.040 Erstantragsteller). Eigene OFPRA- oder DGEF-Zahlen für 2026 gibt es weiter nicht.
  • Ratsberatung Notfallrahmen (22.10.): kein veröffentlichtes Ergebnis.
  • Ruanda-Return-Hub: weiter keine amtliche Bestätigung. Möglicher Unterzeichnungsrahmen: Wiener Migrationskonferenz am 16./17.11.
  • Frontex Westbalkan/Ostgrenzen: weiter nur Medienwerte, noch nicht gegengeprüft.
  • NL Woche 43: folgt am 26.10. BAMF Oktober: Anfang November.
  • Bevölkerungs- und Demografiereferenz: keine neueren amtlichen Erhebungen, beide Dateien unverändert (Stand 20.10.2026). Ein Medienbeitrag vom 21.10. zum Wachstum des Islam in Europa bringt keine neue Erhebung (canal26, 21.10.), die Projektion von 75 Mio. (10 %) für 2050 ist dort nicht belegt und wird nicht übernommen.

Abschnitt

Offene Punkte für die nächste Ausgabe

  • Österreich: BMI-Statistik-PDF September (Herkunftsländer im Detail, ORF-Werte gegenprüfen).
  • Notfallrahmen: Ergebnis der Ratsberatung. Ruanda: amtliche Bestätigung (BMI DE, BMI AT, UIM DK, NL, GR), Wiener Konferenz 16./17.11.
  • Spanien: Endzahl El Hierro 22.10., Zweiwochenbericht des Innenministeriums (Stand 31.10.). Niederlande: Woche 43 (26.10.). UK: Wochenwerte ab 22.10.
  • Frankreich: OFPRA/DGEF 2026. Deutschland: BAMF-Oktoberzahlen (Anfang November), Proteste gegen Abschiebungen am 24.10.
  • Eurostat August/September (EU-Wert, DE, ES, SE, PL). Frontex Westbalkan/Ostgrenzen an amtlicher Quelle prüfen. Griechenland: Ankünfte auf Kreta nach der Libyen-Ratifizierung.

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